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Gedenkstätte aktuell

Sonnabend, 13. Juni 2026, 14.00 Uhr, DIZ Stadtallendorf

"DER STAAT ZWINGT EINEN JA ZUM FORTLAUFEN!" Heimkinder als Rüstungsarbeitende und "Erziehung durch Arbeit" in den Sprengstoffwerken Allendorf im 2. Weltkrieg

Tausende Zwangsarbeitende aus 29 Nationen wurden im 2. Weltkrieg durch das NS-Regime in den Sprengstoffwerken Allendorf ausgebeutet. Das Gedenken an dieses Unrecht ist das Gedenken an die verbrecherische Ungleichbehandlung der Menschen wegen ihrer nationalen Herkunft, ihres Glaubens oder ihres sozialen Hintergrundes.

Durch die digitale Erschließung der Einwohnermeldekartei von Allendorf aus der Zeit des 2. Weltkriegs konnte das DIZ Stadtallendorf jetzt ermitteln, dass zu diesen Opfergruppen auch Heimkinder und "schwer erziehbare" Jugendliche gehörten.

Die zweigeteilte Veranstaltung macht in ihrem ersten Termin am 13. Juni mit den Biographien dieser Heimkinder bekannt und stellt das neue digitale Recherchewerkzeug "Meldekartei 1938-1945 digital" vor.

Programm in Kürze!

Meldekartei 1938-45 digital

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Modernisierte Online-Recherche des DIZ Stadtallendorf

MELDEKARTEI ALLENDORF 1938-45 DIGITAL (fortlaufende Ergänzung)Zwangsarbeit und Mobilisierung in den NS-Sprengstoffwerken Allendorf nach der Einwohnermeldekartei Allendorf und anderen Personenregistern aus dem 2. Weltkrieg

ZUR DIGITALEN MELDEKARTEI

Tausende Fremdarbeitende, Kriegsgefangene, Strafgefangene und KZ-Häftlinge wurden während des 2. Weltkriegs durch das Hitler-Regime in den Sprengstoffwerken Allendorf ausgebeutet. Die "Meldekartei Allendorf 1938-45 digital" verbessert und erweitert die bisherige Personenrecherche der Gedenkstätte.

Mit der Auflistung der Stationen von Zwangsarbeitenden vor und nach ihrem Einsatz in den Sprengstoffwerken Allendorf sowie der sie beschäftigenden Unternehmen dokumentiert die "Digitale Meldekartei" die Mobilisierung im System der NS-Zwangsarbeit im regionalen, nationalen und internationalen Radius.

Mit freundlicher Unterstützung von WEBSCHLIFF DIGITAL

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Jahresthema 2026

WISSEN WOLLEN. Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit gestern und heute.

Erinnerungskultur und Gedenkstättenarbeit stehen in einer Zeitenwende. Das Ableben der Zeitzeugen, aber auch die technologischen Veränderungen der Digitalisierung und natürlich die politischen Verschiebungen durch eine kaum vorhersehbare starke Akzeptanz von extremen politischen Positionen in der Mitte der Gesellschaft lassen die Frage nach dem Wert und den Perspektiven von Erinnerung als einem politischen und gesellschaftlichen Korrektiv neu stellen.

Mit Blick auf die aktuell entstehenden räumlichen Erweiterungen des DIZ begibt sich die traditionsreiche Gedenkstätte durch Befragungen ihrer Entstehungsgeschichte in Form von über das Jahr verteilten Veranstaltungen in Kooperation mit dem Förderverein des DIZ auf eine gedankliche und konzeptuelle Reise in die Zukunft. 

 

Blicke in das DIZ (Entwurf: Architekturbüro Schultze&Schulze, Kassel, 1994) - Fotogalerie.

Blick auf die Kolonnade im FoyerBlick aus einer Ausstellungskoje in das FoyerDiagonaler Zugang (Grundriss) zu einer AusstellungskojeBlick aus einer Ausstellungskoje in das FoyerBlick auf die Balustrade auf dem Weg ins UntergeschoßSymbolische Gitterwand im UntergeschossSymbolischer Sichtbeton im UntergeschossGroße Treppe in der HalleSymbolisches Portal zur DauerausstellungStützpfeiler und Säulenvitrinen in der DauerausstellungLicht und Schatten in der DauerausstellungBlick auf die große Treppe in der HalleGarten des DIZ mit historischer Telefonsäule aus den ehemaligen NS-Sprengstoffwerken.