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Gedenkstätte KZ-Außenlager Münchmühle

Blick auf die Gedenkstätte KZ-Außenlager Münchmühle/Stadtallendorf.

Wegen des langen Kriegsverlaufs konnte der Arbeitskräftebedarf selbst durch den Einsatz von Zwangsarbeitern nicht mehr gedeckt werden. Anfang 1942 beschloss das NS-Regime, verstärkt auch Konzentrationslager-Häftlinge in der Rüstungsindustrie einzusetzen.

Daher entstanden in der Nähe von Fabriken bald hunderte Außenkommandos der großen Konzentrationslager. Die Industrie zahlte für jeden Häftling eine Leihgebühr an das jeweilige Stamm- Konzentrationslager.

Auch in den Allendorfer Werken wurden KZ-Häftlinge eingesetzt. Am 19. August 1944 trafen 1000 jüdische Ungarinnen aus Auschwitz im Lager Münchmühle bei Allendorf ein. Dieses Lager wurde von der SS verwaltet und überwacht. Als Außenlager war es dem Konzentrationslager Buchenwald angegliedert. Die Lagerführung wurde aus den SS-Wachmannschaften Buchenwalds rekrutiert.

Die Frauen mussten in Allendorf täglich zwischen 8 und 12 Stunden, mit einer halbstündigen Pause, arbeiten. Für ihre Arbeit erhielten sie allerdings keinen Lohn. Sie wurden überwiegend in den Bombenfüllstellen eingesetzt, wo sie das giftige TNT verfüllen mussten. Oft mussten sie auch die bis zu 50 kg schweren Bomben selbst tragen.

Im Jahre 1988 wurde an der Stelle des ehemaligen Lagers Münchmühle eine Gedenkstätte eingerichtet. Die Anlage wurde 2020 saniert.

Zentrale hessische Forschungs- und Gedenkstätte zu den Themen Kriegswirtschaft und Industrieverbrechen 1933-45 in Deutschland sowie Industriekultur und Strukturwandel in der Bundesrepublik.

Träger des DIZ ist der Magistrat von Stadtallendorf, unterstützt vom Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ).

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