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Rüstung.Stadt.Wandel

Vordenker-Projekte, die den Herausforderungen in Städtebau und Stadtentwicklung mit besonderen Lösungen begegnen. – Pressemitteilung zur Preisverleihung an das DIZ Stadtallendorf.

Bundesministerin Klara Geywitz und ihr Parlamentarischer Staatssekretär Sören Bartol haben den Stadtspitzen des 18 Kommunen mit Nationalen Projekten des Städtebaus 2022 Projekturkunden und Förderplaketten überreicht (Abb., v.l.n.r. Bundesministerin Klara Geywitz, Bürgermeister Christian Somogyi, Stadtverordnetenvorsitzende Ilona Schaub, Dr. Jörg Probst, Anke Fischer, Markus Hirth, Parlamentarischer Staatssekretär Sören Bartol). Die Übergabe fand in Berlin Tempelhof statt.

Mit dabei auch das in diesem Jahr ausgewählte Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) in Stadtallendorf. Das Gebäude des DIZ gilt als eines der letzten vollständig erhaltenen Baudenkmale des 1938 bis 1945 betriebenen Rüstungsindustriestandorts des NS-Regimes in Stadtallendorf. In 1994 wurde es als erste Gedenkstätte in Deutschland über Zwangsarbeit eingeweiht.

Als Einrichtung der politischen Bildung erinnert das DIZ an die Ausbeutung von etwa 17.500 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in den 1938 errichteten Sprengstoff- und Munitionsfabriken der DAG und der WASAG, den damals größten Sprengstoffwerken in Europa.

Das DIZ erhält für sein Projekt „RÜSTUNG.STADT.WANDEL“ eine Bundesförderung von 2,4 Millionen Euro. Für Gesamtkosten von 3,7 Millionen Euro sollen das Verwaltungsgebäude saniert, erweitert und die bisher ungenutzten Flächen auf dem ehemaligen Sprengstoffwerks-Gelände erschlossen werden. Das DIZ soll barrierefrei gestaltet und für alle Menschen zugänglich werden. „Für diesen geschichtsträchtigen Ort, seinen Erhalt und seine Aufwertung habe ich mich sehr gerne eingesetzt“, so Sören Bartol, der als Vorsitzender einer Jury aus Fachjurorinnen- und juroren sowie Mitgliedern des Deutschen Bundestags die diesjährige Projektempfehlung getroffen hatte.

Mit dem Programm Nationale Projekte des Städtebaus zeichnet der Bund Vordenker-Projekte aus, die den Herausforderungen in Städtebau und Stadtentwicklung mit besonderen Lösungen begegnen. Insgesamt hat der Bund seit 2014 Mittel für die Kommunen über das Programm in Höhe von insgesamt 671 Millionen zur Verfügung gestellt.

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